Arbeitszeugnis und Zwischenzeugnis - ein Überblick
Offerte anfragen Paket buchen

Arbeitszeugnis und Zwischenzeugnis – ein Überblick

Sonntag, 27.Mai 2018
Arbeitszeugnis und Zwischenzeugnis – ein Überblick

 

Das Schlusszeugnis (nachfolgend Arbeitszeugnis genannt), aber auch das Zwischenzeugnis, ist ein oftmals unterschätztes Dokument in der Arbeitswelt. Stellt ein solches Zeugnis doch einen der wenigen Anhaltspunkte dar, an welchem sich Vorgesetzte – des aktuellen Betriebes oder eines potentiellen neuen Arbeitgebers – orientieren und über Sie als Arbeitnehmer informieren können.

 

Somit kann ein Arbeitszeugnis sowie auch ein Zwischenzeugnis eine Karriere fördernde oder aber Karriere hindernde Wirkung haben. Ein schlechtes Arbeitszeugnis kann dabei schwerwiegenden, langfristigen Einfluss auf Ihr weiteres berufliches Fortkommen haben. Es ist daher ratsam, das Thema Arbeitszeugnis mit der gebotenen Sorgfalt zu behandeln.

Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf ein vollständiges, wohlwollend formuliertes Arbeitszeugnis, wenn er seine Stelle wechselt. Dabei gilt der Grundsatz, dass dieses wahrheitsgemäss sein muss und dass die Leistung des Arbeitnehmers aussagekräftig bewertet wird.

Ein Zwischenzeugnis sichert den Arbeitnehmer insbesondere im Hinblick auf betriebsinterne Veränderungen ab. Zu denken ist hierbei zum Beispiel an einen Chef-Wechsel. Oder aber auch, wenn man betriebsintern eine neue Position antreten möchte. In beiden Fällen empfiehlt es sich, ein Zwischenzeugnis vom bisherigen Chef einzufordern. Denn nur er kann Ihre Leistungen richtig beurteilen. Wie das Arbeitszeugnis muss auch das Zwischenzeugnis wohlwollend, vollständig und wahrheitsgemäss formuliert werden.

 

Arbeitszeugnis: Inhalt und Form

Gewisse Informationen müssen in einem Arbeitszeugnis enthalten sein, wie zum Beispiel die persönlichen Angaben des Arbeitnehmers sowie des Unternehmens (Name, Adresse etc.) oder von wann bis wann das Anstellungsverhältnis bestanden hat. Zudem sollte ein Arbeitszeugnis umfassend Aufschluss über die vom Arbeitnehmer verrichtete Arbeit geben und den Leser über die dabei erbrachte Leistung ausreichend informieren.

Auch hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein sorgfältig abgefasstes Arbeitszeugnis. Dies bedeutet insbesondere, dass das Zeugnis geeignet sein muss, bei einem potentiellen neuen Arbeitgeber einen guten Eindruck zu machen. Schludrig abgefasste und mit Schreibfehlern gespickte Arbeitszeugnis genügen somit den Voraussetzungen an ein formell korrektes Zeugnis nicht und können vom Arbeitnehmer angefochten werden.

Wie bereits oben erwähnt, muss das Arbeitszeugnis vollständig, wahr, klar und wohlwollend abgefasst sein. Wobei der letzte Punkt nicht dazu führen darf, dass schlechte Leistungen oder Eigenschaften des Arbeitnehmers nicht genannt werden und es sich bei einem Arbeitszeugnis somit plötzlich um ein reines Gefälligkeitszeugnis handelt. Durch die Ausstellung eines solchen allzu positiv formulierten Arbeitszeugniss’ setzt sich der Arbeitgeber sogar einem Haftungsrisiko aus. Dann nämlich, wenn der vermeintliche Top-Arbeitnehmer beim nachfolgenden Arbeitgeber nicht die gemäss Arbeitszeugnis zu erwartende Leistung erbringen kann, da nicht fähig dazu.

Des Weiteren haben Informationen zu unterbleiben, die keinen Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit im ehemaligen Betrieb haben. Wobei zum Beispiel Angaben zu Krankheiten dennoch Eingang in ein Zeugnis finden müssen, wenn sie für die Erbringung der Job-spezifischen Leistungen relevant sind oder wenn sie der Grund für die Aufhebung des Anstellungsverhältnisses waren.

 

Arbeitszeugnis anfechten mit der Zeugnisklage

Sind Sie mit Ihrem Arbeitszeugnis nicht einverstanden, so können Sie dieses gerichtlich anfechten und eine Änderung des Inhalts verlangen. Man spricht von der sogenannten Zeugnisklage. Diese gerichtliche Anfechtung des Arbeitszeugnisses mit der Zeugnisklage ist jedoch meistens ein juristisch komplexes Unterfangen und sollte nie ohne die Unterstützung eines spezialisierten Anwalts stattfinden. Zu hoch ist das Verlustrisiko in jeglicher Hinsicht.

Prüfen Sie daher Ihr Arbeitszeugnis ganz genau und verschaffen Sie sich mit professioneller Hilfe Gewissheit über Ihre Rechte und Ansprüche. Eine rechtzeitige anwaltliche Beratung ist in jedem Fall empfehlenswert und bewahrt Sie vor allem vor gravierenden Folgen bei der künftigen Jobsuche. Sie kennen so ihre Rechte und können über weitere (juristische) Schritte entscheiden.

 

FragDenAnwalt hat für Sie das passende Fixpreis-Paket zum Thema «Arbeitszeugnis» zusammengestellt. Lassen Sie sich kostengünstig und effizient von einem spezialisierten Anwalt über Ihre Rechte, Pflichten und Ansprüche aufklären und holen Sie so das Optimum für sich heraus.

Weitere Beiträge

Einfach zum richtigen Anwalt

Wir holen für Sie bis zu 3 genau auf Ihre(n) Bedürfnisse / Fall zugeschnittene Offerten von geprüften Schweizer Anwältinnen und Anwälten ein. Sie müssen diese nur noch vergleichen und können dann das beste Angebot auswählen.

FragDenAnwalt hat für Sie auch schon vorgefertigte Pakete zusammengestellt mit denen Sie schnell und einfach Hilfe bekommen. Alle Pakete sind klar definiert und haben einen fixen Preis. Somit gibt es keine bösen Überraschungen.

Für die Benutzung dieser Website sind Cookies nötig. Impressum und Datenschutz