Wann können Alimente / Unterhaltszahlungen reduziert werden
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Wann können Alimente / Unterhaltsbeiträge reduziert werden?

Samstag, 14.April 2018
Wann können Alimente / Unterhaltsbeiträge reduziert werden?

 

Kinderalimente und Unterhaltsbeiträge für Ehegatten sind typische und wesentliche Bestandteile von Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen. Für den Zahlungspflichtigen können sie zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen werden. Dies gilt umso mehr, wenn sich dessen finanzielle Situation verändert. Da Gerichte bei der Festlegung von Alimenten nicht nach einer immer gleichen Regel vorgehen, sondern hierzu den Berufsverdienst der Eltern und gegebenenfalls den tatsächlichen Bedarf des Kindes berücksichtigen, können sich Veränderungen im Einkommen der Unterhaltsverpflichteten schnell schwerwiegend auswirken. Immerhin schuldet der Unterhaltsverpflichtete je nach den Umständen des Einzelfalls für ein Kind zwischen 10 bis 15 Prozent seines Nettoeinkommens, für zwei Kinder entstehen schnell 20 bis 25 Prozent. Verständlicherweise fragen sich deshalb viele Betroffene, ob und wie sie Alimente reduzieren sowie den Unterhaltsbeitrag minimieren können.

Wann können Alimente reduziert werden?

Manche Scheidungsurteile und Trennungsvereinbarungen sehen eine Anpassung bei Eintritt bestimmter Ereignisse vor. In Frage kommt etwa eine Einkommensteuer-Erhöhung oder Verringerung auf Seiten des Unterhaltspflichtigen. Auch ein Konkubinat auf Seiten der unterhaltsberechtigten Ehefrau kann den Unterhaltsbeitrag mindern. Liegen solche Regelungen nicht vor, können Alimente reduziert werden, wenn sich die (wirtschaftliche) Situation der Parteien seit der Scheidung unvorhersehbar, wesentlich sowie dauerhaft verändert hat. Diese entsprechenden auslegungsfähigen Begriffe mit Leben zu füllen, ist für den juristischen Laien nicht immer einfach.

Wie ist die Reduzierung der Alimenten faktisch vorzunehmen?

Bei einem Unterhaltsbeitrag für den Ehegatten genügt ein beidseitiges Einverständnis zwischen den Beteiligten, um die Reduktion durchzuführen. Bei Kinderalimenten ist die verfahrensrechtliche Situation komplexer. Die Reduktion des Kindesunterhalts muss von der zuständigen Vormundschaftsbehörde erst genehmigt werden, um rechtswirksam zu werden. Kommt es hier nicht zu einer Einigung, muss das Gericht eingeschaltet werden.

Rechtliche Streitigkeiten über Alimente sind häufig

Einverständliche Einigungen zu einer Reduzierung der Alimente sind eher die Ausnahme als die Regel. Das gilt auch beim Unterhaltsbeitrag für den Ehegatten. Auch hier muss im Zweifel das Gericht entscheiden, wenn sich der Unterhaltsberechtigte und der Unterhaltsverpflichtete nicht einigen können. Dabei legt das Gericht die oben genannten Begriffe zur unvorhersehbaren, wesentlichen und dauerhaften Änderung aus. Es sind immer die speziellen Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen. Nur relativ geringe oder vorübergehende Veränderungen der finanziellen Verhältnisse reichen regelmässig nicht für eine Reduktion der Alimente aus. Hält das Gericht eine Reduktion für angemessen, legt es auch den Reduktionsbetrag fest. Wirksam wird die Reduzierung der Alimente dabei frühestens ab Klageeinreichung. Es sind keine rückwirkenden Verringerungen von Unterhaltsbeitrag oder Alimenten möglich. Keine rechtliche Wirksamkeit erlangen eigenmächtige Reduzierungen der Zahlungen durch den Unterhaltsverpflichteten.

Alimente reduzieren mit anwaltlicher Unterstützung

Der möglichen Reduktion von Unterhaltsbeiträgen liegen komplexe Tatsachenfeststellungen sowie die Auslegung von unbestimmten Rechtsbegriffen zugrunde, bei Kinderalimenten muss darüber hinaus immer das Gericht überzeugt werden. Unsere Anwälte auf FragDenAnwalt.ch stehen Ihnen in dieser Situation mit kompetentem Rechtsrat zur Verfügung und vertreten Ihren Antrag auf Reduzierung der Alimente auch vor Gericht. Informieren Sie sich über unsere Festpreisangebote zu diesem Thema. Unsere Anwälte auf FragDenAnwalt.ch prüfen die Erfolgsaussichten Ihres Begehrens auf Reduzierung von Alimenten und beraten Sie zu Ihren Möglichkeiten. Gleichermaßen stehen sie Ihnen natürlich auch zur Verfügung, wenn der Unterhaltsverpflichtete Alimente eigenmächtig reduziert.

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